Rosenpflege im Sommer

Nachdem die schönen Pflanzen so viel geleistet haben, sollte man ihnen ein wenig Pflege zukommen lassen.

Verwelktes sollte möglichst bald entfernt werden. So entwickeln alle öfterblühenden Sorten den ganzen Sommer über neue Blütentriebe ohne ihre Kraft in die Bildung von Hagebutten zu stecken. Bei Rosen, die in Büscheln blühen, entfernt man verwelkte Einzelblüten. Sofern schon die ganze Dolde verblüht ist, schneiden Sie den Trieb oberhalb des ersten Laubblattes ab.

Bei einzeln stehenden Blüten schneidet man Verwelktes mit zwei darunterliegenden Blättern ab.

Ein zum Austrieb im Frühjahr verabreichter Langzeitdünger ist jetzt nach dem ersten Blütenflor von der Pflanze verbraucht. Um die verloren gegangene Kraft zu ersetzen, düngen Sie jetzt ein zweites Mal. Nehmen Sie dazu einen organischen Dünger, der gleichzeitig das Bodenleben fördert und die Bodenstruktur verbessert.

Ab Juli sollten Rosen nicht mehr gedüngt werden! Sie bilden sonst Triebe, die bis zum Winter nicht mehr ausreifen und erleiden Frostschäden.

Rosen lieben offene Standorte mit lockerem Boden. Lehmhaltige, schwere Böden sollten Sie deshalb von Zeit zu Zeit ca. 10 cm tief vorsichtig mit einer Grabegabel oder speziellen Rosengabeln lockern.

Rosen haben ein tiefgreifendes Wurzelsystem und sind deshalb relativ gut trockenheitsresistent. Sind die Pflanzen also erstmal eingewachsen, benötigen sie nicht unbedingt regelmäßige Wassergaben. Erst bei lang anhaltender Trockenheit sollten Sie sie gießen, dann aber nicht unbedingt häufig, sondern vor allem gründlich.

Vor allem bei Hochstämmchen kommt es häufig zu sogenannten Wildtrieben, die aus der Unterlage ausschlagen, auf der veredelt wurde. Diese Wildtriebe sollten Sie unbedingt entfernen, sie würden sonst die veredelte Sorte verdrängen. Legen Sie die Ansatzstellen frei und reißen Sie die Wildtriebe ab. Alternativ können Sie sie auch dicht am Stamm abschneiden, dann treiben sie allerdings häufig wieder durch.

Bei Kletterrosen und Ramblern sollten Sie noch einmal die Bindungen überprüfen. Die voll belaubten Pflanzen bieten dem Wind eine große Angriffsfläche. Nutzen Sie dazu keinen Draht, der in die Triebe einschneidet, sondern lieber ummanteltes Material oder stabile Kordel.

Rosen in Töpfen können Sie auch jetzt noch pflanzen. So sehen Sie gleich, ob die Blütenfarbe Ihnen gefällt. Machen Sie das Pflanzloch doppelt so groß wie den Ballen und arbeiten Sie Kompost oder spezielle Rosenerde in Ihre Gartenerde ein. Die Veredelungsstelle sollte 3 bis 5 cm unter der Erde liegen! Das verhindert, dass eventuell die Unterlage austreibt.

Kontrollieren Sie weiterhin auf Schädlings- und Pilzbefall und ergreifen Sie wenn nötig geeignete Maßnahmen! Bei Neuanschaffungen am besten auf resistente Sorten zurückgreifen, die Sie an der ADR-Kennzeichnung erkennen.

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