Obstbaumschnitt

Grundsätzlich sollte die Krone eines Obstbaums nicht zu dicht sein, damit die Früchte genug Sonne für die Ausbildung des Aromas bekommen und damit Erkrankungen vorgebeugt wird, die ansonsten durch ständige Feuchtigkeit auf dem Laub auftreten können. Daher ist ein regelmäßiger Schnitt ratsam. Hierzu muss man sich vor Augen halten, dass eine Pflanze grundsätzlich nicht insgesamt wächst, sondern an den Triebenden. Die Pflanze nimmt die Nährstoffe durch die Wurzeln auf und transportiert sie durch Leitungsbahnen bis in die Triebspitzen. Hier entsteht dann ein Druck, welcher die Pflanze weiter wachsen lässt.  Wird nun ein Ast zurück geschnitten, dann entsteht an dieser Stelle der Druck, da der Saft nicht weiter fließen kann. Das hat zur Folge, dass die Knospen unterhalb der Schnittstelle stark austreiben werden. Die oberste Knospe hat dabei die besten Bedingungen, sie bestimmt zugleich die Wuchsrichtung. Aber auch die darunter gelegenen Knospen werden austreiben, so dass aus einem Ast mehrere erzeugt werden. Das würde wiederum zu einer noch dichteren Krone führen. Deshalb ist beim Auslichtungsschnitt darauf zu achten, dass Triebe ganz entfernt werden, also direkt am stärkeren Ast abgeschnitten werden oder aber dass ein Ableiten erfolgt. Dabei wird der Trieb bis zum nächsten Seitentrieb weggenommen, so dass der Saft dann in diesen Trieb fließt und keine Knospen am Ast zum Austreiben angeregt werden.

Der beste Termin ist in den Monaten Januar und Februar, bei nicht zu starkem Frost.

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