Flieder

Der Flieder steht seit Jahrhunderten in unseren Hausgärten. Er punktet nicht nur durch seine Blütenpracht, sondern verbreitet zur Zeit auch seinen unvergleichlichen Duft.

Zur Gattung Flieder zählen ungefähr 30 Arten in unzähligen Sorten. Weit verbreitet sind die sogenannten Edel-Flieder, Hybriden von Syringa vulgaris (Gemeiner Flieder), einem der ältesten europäischen Gartensträucher. Es gibt aber noch andere empfehlenswerte Fliederarten: Chinesischer Flieder (Syringa x chinensis), Zwerg-Duftflieder (Syringa meyeri), Syringa microphylla und die Preston-Hybriden, auch unter dem Namen Kanadischer Flieder im Handel (Syringa x prestoniae).

Durch die vielen verschiedenen Arten ist Flieder ein vielseitig einsetzbares Gehölz für nahezu jeden Garten. Während Syringa meyeri nur bis zu 1,50 Meter groß wird und sich somit auch für die Kübelpflanzung eignet, wird der Gemeine Flieder bis zu 6 Meter hoch und eignet sich als Hecke gepflanzt hervorragend als Windschutz. Kanadischer Flieder wird 3 bis 4 m groß und ist damit für kleinere Gärten gut geeignet.

Flieder lieben vollsonnige Standorte und vertragen selbst trockene Hitze. Auch im Halbschatten gedeihen sie, tragen hier allerdings weniger Blüten und wachsen weniger dicht. Je nach Art sind die Ansprüche an den Boden etwas unterschiedlich, insgesamt sind die Pflanzen aber recht tolerant, nur Staunässe und Bodenverdichtung vertragen sie nicht.

Eine Unterpflanzung ist mitunter schwierig, da der Flieder ein sehr dichtes Wurzelgeflecht ausbildet und so der Unterpflanzung das Wasser streitig macht. Wählen Sie trockenheitsverträgliche Stauden wie Balkan-Storchschnabel oder Waldanemonen.

Heute werden Flieder nur noch selten veredelt, sondern wurzelecht über Stecklinge und Mikrovermehrung im Labor vermehrt. Der Vorteil daran ist, dass weniger Wildtriebe von der Unterlage gebildet werden. Haben Sie im Garten ein veredeltes Exemplar, sollten Sie solche Wildtriebe bodennah abschneiden, denn sie blühen anders und nehmen der veredelten Sorte die Wuchskraft. Achten Sie auch bei der Gartenarbeit darauf, die Wurzeln nicht zu verletzen, das regt den Strauch zur Ausläuferbildung an. Die heutigen wurzelechten Edel-Sorten bilden weniger Ausläufer und sind sortenecht.

Besondere Pflegeansprüche hat die Pflanze nicht. Eine Langzeitdüngung mit Hornspänen oder Kompost reicht aus.

Möchten Sie Ihren Flieder schneiden, sollten Sie die Schere jetzt direkt nach der Blüte zur Hand nehmen. Schneiden Sie verblühte Rispen über zwei gut ausgebildeten Seitenknospen zurück. Der Strauch bildet schon jetzt die Blütenknospen für das nächste Jahr, spätere Schnittmaßnahmen verringern also die Blütenfülle im nächsten Jahr. Ältere Sträucher können Sie problemlos verjüngen, wenn sie von innen verkahlen. Entfernen Sie alle 3 bis 4 Jahre dicke Triebe komplett. Das erhält die Blühkraft. Mit etwas Dünger und ausgiebigem Wässern unterstützen Sie die Bildung kräftiger neuer Triebe.

Zwergduftflieder
Zwergduftflieder `Palibin´
Zwergduftflieder (Syringa meyeri „Palibin“) Sehr gut für kleinere Duftgärten geeignet. Die Pflanze wächst ca. 1,40 m hoch und kompakt. Die Blüten erscheinen im Frühsommer. Sie duften sehr stark, in zahlreichen Rispen an den Triebenden...
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Zwerg-Sommerflieder `Blue Chip´
Zwerg-Sommerflieder `Blue Chip´
Die kompakt wachsende Form des lang blühenden Sommerflieders. Die Pflanze ist sehr winterhart und auch für Pflanzgefäße oder kleine Gärten geeignet. Der Sommerflieder fällt vor allem durch seine blau-violetten, duftenden Blütenrispen von...
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Red CHip
Zwerg-Sommerflieder `Red Chip´
Die kompakt wachsende Form des lang blühenden Sommerflieders. Die Pflanze ist sehr winterhart und auch für Pflanzgefäße oder kleine Gärten geeignet. Der Sommerflieder fällt vor allem durch die leuchtend roten, duftenden Blütenrispen von...
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