Befruchtung

Von einer Befruchtung spricht man, wenn die sogenannte Bestäubung, also die Übertragung des Pollens (männlich) auf das weibliche Blütenorgan erfolgreich war und daraus eine Frucht entsteht.

Für die Befruchtung gilt es zu beachten: Es gibt Selbstbestäuber und Fremdbestäuber.

Selbstbefruchter benötigen lediglich den eigenen Pollen, um die weiblichen Blütenorgane zu befruchten. Bsp. Zwetsche:  Die Blüten der Zwetsche A können mit dem Pollen von Zwetsche A befruchtet werden.

Fremdbefruchter benötigen den Pollen einer anderen Sorte, um die Blüten zu befruchten. Diese Pflanzen sind „selbststeril“ Bsp. Apfel: Die Blüten von Apfelbaum  A benötigen den Pollen von Apfelbaum  B, um befruchtet zu werden. Hier ist es zwingend notwendig, dass Sorte B eine andere Sorte ist. Nicht jede Apfelsorte bestäubt eine andere Sorte gleich gut. Außerdem ist eine überlappende Blütezeit Grundvoraussetzung für eine Übertragung des Pollens.

In den meisten Fällen wird die Übertragung des Pollens durch fleißige Bienen und Hummeln gewährleistet. Im verringerten Maß hilft auch der Wind bei der Befruchtung. Gerade bei selbstfruchtbaren Sorten hilft es durch schütteln des Baumes an windigen Tagen die Bestäubung zu erhöhen. Auch bei selbstfruchtenden Sorten und Arten ist die Pflanzung einer zweiten Sorte immer empfehlenswert, um die Bestäubung und den damit verbundenen Ertrag zu erhöhen.

Befruchtung bei verschiedenen Obstarten:

Apfel, Birne: Fremdbefruchter

Süßkirsche: in der Regel Fremdbefruchter, mittlerweile sind aber einige selbstfruchtbare Sorten bekannt.

Sauerkirsche: Selbstbefruchter

Pflaume, Zwetsche, Mirabelle: Selbstbefruchter

Reneklode: Fremdbefruchter

Aprikose, Pfirsich, Nekatrine, Mandel: Selbstbefruchter

Quitte: Selbstbefruchter

Indianerbanane: Fremdbefruchter

Beerenobst: In der Regel selbstfruchtbar

Wein: Selbstbefruchter

Feigen: Selbstbefruchter

Erdbeeren: Fremdbefruchter

Esskastanien: In der Regel schlechte Selbstbefruchter

Kiwi: Kiwis gehören zu einer weiteren Gruppe der Befruchtungsart. Hier gibt es weibliche und männliche Pflanzen, sodass es notwendig ist beide Pflanzen in unmittelbarer Nähe zu pflanzen. Dies nennt man Zweihäusigkeit. Es sind auch selbstfruchtende Sorten bekannt.

Sanddorn: Zweihäusig, männliche und weibliche Pflanze notwendig

Nüsse: Einhäusig, männliche und weibliche Pflanzenorgane auf einer Pflanze

 

Die Abbildung zeigt die Blüte des Zierpfirsichs. Dieser ist selbstfruchtbar.

 

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Zierpfirsich mit essbaren Früchten
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