Gartentipps für den Dezember

Pflege von Obstbäumen

In der kalten Jahreszeit ist die Rinde von Obstbäumen ein Leckerbissen für Rehe, Hasen und Kaninchen. Vor allem junge Bäume sollten mit Drahthosen oder Kunststoffmanschetten gegen Verbiss geschützt werden.

Letztere helfen außerdem gegen Frostrisse, die im Winter bei schönem Wetter leicht an der sonnenzugewandten Seite entstehen. Hier erwärmt sich die Rinde und reißt, es entstehen Wunden, in die leicht Krankheitserreger eindringen können.

Alternativ geben Sie den Bäumen einen Weißanstrich. Die Farbe reflektiert die Sonne und die Rinde erwärmt sich weniger stark. Lässt die Färbung nach, sollte bis Ende März nochmal nachgestrichen werden. Es gibt im Fachhandel fertige Produkte, sie können aber auch aus Kalk und Wasser (2,5 kg auf 10l) selber eine Mischung herstellen. Eine Zugabe von Lehm verhindert, dass der Regen den Anstrich zu schnell abwäscht. Der Anstrich hilft übrigens nicht gegen Schädlinge!

Auch Matten aus Stroh oder Bambus oder ein Wickel aus Jute verhindern Frostrisse.

Kontrollieren Sie Ihre Obstbäume auf Obstbaumkrebs. Bei Befall sollten Sie ihn großzügig ausschneiden.

Jetzt können auch Edelreiser für die Vermehrung geschnitten werden. Nehmen Sie gut ausgebildete einjährige Triebe von der sonnenzugewandten Seite des Baumes. Die Triebe sollten Bleistiftstärke haben und 20-30 cm lang sein. Bis zur Veredelungszeit im Frühjahr werden die Reiser feucht, kühl und dunkel gelagert, z. B. In einer Kiste mit Sand, im kühlen Keller oder eingeschlagen im Beet.

 

Winterschutz

Auch andere Gartenpflanzen haben im Winter mit vielfältigen Problemen zu kämpfen: Minusgrade, Nässe, Wintersonne, Temperaturwechsel.

Vor allem, wenn wenig Schnee liegt, der vor großer Kälte isolieren würde, treten häufig Frostschäden auf. In den Beeten sollte deshalb eine Laubschicht als alternative Isolierung liegen bleiben. Auch Tannenreisig leistet bei empfindlichen Pflanzen gute Dienste.

Beerensträucher erhalten eine Mulchschicht aus Laub, Stroh oder halb verrottetem Kompost. Das schützt vor dem Durchfrieren und steigert den Ertrag im nächsten Jahr.

Rosen sollten über der Veredelungsstelle sorgfältig angehäufelt werden.

Steppenpflanzen leiden im Winter unter zu viel Nässe. Bei Pflanzen wie Pampasgras, Fackellilie oder Yucca sollten die Blattschöpfe zusammengebunden werden, damit Regenwasser außen abläuft. Achten Sie hier schon bei der Pflanzung darauf, dass der Boden das Wasser gut versickern lässt.

Immergrüne Stauden und Gehölze verdunsten auch im Winter Wasser über ihre Blätter. An sonnigen Tagen, an denen der Boden gefroren ist, können die Wurzeln kein Wasser nachziehen. Gießen Sie die Pflanzen an frostfreien Tagen hin und wieder, vor allem bei trockener Witterung.

Schutz vor starker Wintersonne bieten auch Vliese oder dünne Reisigabdeckungen.

Bei warmer Witterung kann es vorkommen, dass bereits Zwiebelpflanzen austreiben. Schützen Sie die frischen Triebe ebenfalls mit einer Schicht Reisig.

Bei starkem Schneefall bilden sich dicke Lagen auf immergrünen Gehölzen. Schütteln Sie zu viel Schnee vorsichtig ab, um ein Ausbrechen von Ästen durch die große Schneelast zu verhindern. Dünnere Schneeschichten können auf der Pflanze verbleiben und schützen sie vor Kälte.

 

Bodenverbesserung

Frost hilft bei der Bodenlockerung, wenn Sie abgeräumte Beete, die Sie im Frühjahr neu bepflanzen wollen, grobschollig umgraben. Frost sprengt die wassergefüllten Poren und macht den Boden feinkrümelig.

Alternativ können Sie den Boden mit einer Grabegabel lockern, indem Sie im Abstand von ca. 10 cm in den Boden stechen und den Stiel kräftig hin und her bewegen. Damit der Boden anschließend nicht verschlämmt, geben Sie eine Schicht Laub auf die Fläche. Das fördert außerdem das Bodenleben und sorgt so für einen humosen Boden.

Im Zuge der Bodenlockerung sollten Sie Wurzelunkräuter wie Quecke gleich entfernen.

Anfang Dezember können Sie außerdem noch Winterroggen als Gründüngung auf freien Flächen aussäen.

Auf versäuerten Böden bringt man zwischen November und Februar kohlensauren Kalk aus. Das fördert auch die Bodenfruchtbarkeit und steigert somit die Erntemengen im nächsten Jahr. Auch bestimmten Krankheiten und Schädlingen kann man so vorbeugen. Allerdings ist es wichtig, die richtige Menge auszubringen. Vor allem auf sandigen Böden kann es sonst zu Mangelerscheinungen kommen, weil der Kalk wichtige Nährstoffe auch binden kann. Testen Sie also vorher den Kalkgehalt mit einem pH-Bodentest aus dem Fachhandel, um die richtige Menge zu ermitteln.

 

Sonstige Arbeiten

Am 4. Dezember ist Barbaratag. Jetzt geschnittene Zweige von Forsythie, Hasel, Weide, Mandel oder Zierkirsche lassen sich im warmen Zimmer in 2-4 Wochen zum Blühen bringen. Nehmen Sie kräftige Triebe mit gut ausgebildeten Knospen und stellen Sie sie schräg angeschnitten in lauwarmes Wasser. Das Wasser alle 2-3 Tage wechseln.

Laub weiterhin vom Rasen entfernen, damit er nicht fault. Nach Frost Rasenflächen besser nicht betreten, um zu verhindern, dass die Halme brechen.

In die Jahre gekommene Johannisbeersträucher können noch verjüngt werden. Dazu werden die alten Sträucher aus der Erde genommen, der Ballen geteilt und die mehrjährigen und zu dicht stehenden Triebe entfernt. Die Teilstücke können nun in großzügige mit Kompost angereicherte Pflanzlöcher gesetzt werden. Der Wurzelansatz sollte 5 cm unter der Erde liegen. Gut angießen und mulchen.

Wollen Sie Ihre Blütensträucher selbst vermehren, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Steckhölzer zu schneiden. Nehmen Sie kräftige einjährige Triebe und schneiden Sie aus der Triebmitte etwa 20-30 cm lange bleistiftstarke Hölzer zu. Wenn Sie über der oberen Knospe glatt abschneiden und unter der unteren schräg, wissen Sie später sicher, wie herum Sie stecken müssen! Die Steckhölzer können gleich in ein leeres Beet gesteckt werden. Lassen Sie sie nur etwa zwei Finger breit herausschauen. Gut angießen! Innerhalb des nächsten Jahres bilden die jungen Sträucher Wurzeln.

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  • Wieder tolle Tipps, vielen Dank. Zwei Fragen habe ich noch.

    Guten Tag,

    guten Tag,
    vielen Dank für Ihre tollen Tipps. Zwei Fragen habe ich noch:
    1. Wie lange darf man neuen Bäume, Sträucher und Hecken noch pflanzen? Bin ich schon zu spät dran und muss bis nächsten Herbst warten?
    2. Überrascht hat mich Ihre Anweisung, den Boden tiefschollig umzugraben und durchfrieren zu lassen. Ich dachte, dass dies in der ökologischen Gartenführung nicht gerne gesehen wird. Ich versuche im Gegenteil, meine abgeernteten Böden zu bedecken und den Würmern genaug Nahrung zu bieten, damit sie gut durch den Winter kommen. Was ist richtig?

    Vielen Dank im voraus für Ihre Antworten.

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