Gartentipps für den Juli

Obst

Bei Obstbäumen ist es Zeit für den Sommerschnitt. Sie fördern damit Blüten- und Fruchtbildung und geben den angesetzten Früchten mehr Licht. Im belaubten Zustand haben Sie einen besseren Überblick darüber, welche Äste entfernt werden können, um einen gleichmäßigen Kronenaufbau zu erreichen.

Bei Erdbeeren jetzt überflüssige Ausläufer und altes Laub entfernen, mit Kompost oder Hornspänen düngen. Wollen Sie ihre Pflanzen vermehren, ziehen Sie ausgesuchte Ausläufer in Töpfchen weiter, um im August ein neues Erdbeerbeet anzulegen.

Bei Tafeltrauben steht der Sommerschnitt an. Alle Ranken ohne Fruchtansatz werden ausgebrochen, auch einjährige Seitentriebe (Geiztriebe) werden aus den Blattachseln entfernt. Die Fruchttriebe werden nach der letzten Traube eingekürzt. Dabei achtet man darauf, wie wuchsfreudig die eigene Rebe ist. Lässt man nur zwei Blattpaare stehen, treibt die Pflanze stärker wieder aus, was zusätzliche Schneidarbeiten notwendig macht. Bei wuchsfreudigen Exemplaren also lieber acht bis zehn Blätter stehen lassen.

Erntezeit bei Stachelbeeren! Je nach Sorte reifen die Beeren zwischen Ende Juni und Anfang August. Pflücken Sie zuerst die außen wachsenden Früchte, innen reifen die Beeren langsamer. Je weiter Sie die Ernte hinauszögern, desto weicher und süßer werden die Früchte und schmecken dann frisch vom Strauch. Für Marmelade sind eher geerntete Beeren besser geeignet, weil dann noch mehr Pektin und Fruchtsäure enthalten sind. 

Rosenpflege

Laufend werden bei öfterblühenden Rosensorten welke Blüten und Zweige ausgeschnitten, um den Folgeflor zu förden. Versorgen Sie die Pflanzen bei Bedarf mit Dünger, damit Sie Kraft für den neuen Austrieb haben.

Spätestens Ende Juli bekommen Rosen die letzte Düngergabe, damit neue Triebe noch genug Zeit haben, vor dem Winter auszureifen. Verwenden Sie einen kalibetonten oder speziellen Rosen-Dünger, oberflächlich einarbeiten und gründlich gießen!

Beim Wässern sollten die Blätter möglichst nicht nass werden, um einem Pilzbefall vorzubeugen.

Rasenpflege

Der Rasen sollte in Hitzeperioden höchstens um ein Drittel seiner Länge eingekürzt werden. Wollen Sie vermeiden, dass der Rasen braun wird, sollten Sie ihn morgens ausgiebig wässern (ca. 10l/qm), dann steht den Pflanzen auch in der Mittagshitze noch Wasser zu Verfügung.

Wässern Sie lieber alle paar Tage ausgiebig als täglich ein wenig!

Staudenpflege

Großblumige Iris (Iris barbata-elatior) können jetzt geteilt werden, wenn sie blühfaul geworden sind. Nehmen Sie die Pflanze aus dem Boden und zerteilen Sie die Rhizome per Hand oder Messer. Jedes Teilstück sollte aus einem Blattschopf und einem gesunden Rhizom bestehen. Anschließend die Blätter fächerartig bis auf ein Drittel zurückschneiden, die Wurzeln etwas einkürzen und flach in mit Kompost verbesserte Erde wieder einpflanzen. Die Oberseite des Rhizoms sollte noch zu sehen sein! Nicht zu tief pflanzen! Gut angießen und bis zum Anwachsen auf ausreichende Feuchtigkeit achten.

Hoch gewachsene Stauden sollten Sie, wenn noch nicht geschehen, anbinden und stützen.

Rittersporn schneiden Sie nach der Blüte bis 15 cm über dem Boden zurück. Damit erreichen Sie im Spätsommer eine zweite Blüte. Das funktioniert bei vielen weiteren Stauden wie Salbei, Phlox, Katzenminze und etlichen Storchschnabel-Arten.

Bei Lupinen sollten Sie regelmäßig verblühte Blütenstände entfernen, um die Folgeblüte zu fördern. An den Seitentrieben bilden sich neue Blüten. Achten Sie darauf, das neu aufkommende Laub dabei nicht abzuschneiden.

Auch Frauenmantel können Sie nach der Blüte einkürzen. Schneiden Sie die Staude ruhig bodennah zurück. Die Pflanze bildet dann schöne frische Blätter und Sie verhindern das Versamen.

Haben Sie Kräuter wie Thymian oder Oregano im Garten, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sie eine Hand breit über dem Boden abzuschneiden und zu trocknen. Hängen Sie sie in kleinen Bündeln an einem schattigen warmen Platz auf. Nach ca. einer Woche sind die Blätter „rascheltrocken“, können abgestreift und in gut schließenden Gläsern aufbewahrt werden.

Lavendelblüten werden geerntet, wenn sich alle Blüten geöffnet haben und einige schon verblüht sind. Schneiden Sie jetzt im Sommer nur die Blütenrispen zurück. Der Rückschnitt bis ins alte Holz erfolgt erst im Frühjahr, damit ist die Pflanze besser vor Frostschäden geschützt.

Bei zweijährigen Pflanzen wie Fingerhut und Stockrose ist jetzt der richtige Zeitpunkt für die Aussaat.

Fingerhüte sind Lichtkeimer! Bedecken Sie die Samen auf keinen Fall mit Erde. Die feinen Samen mischen Sie am besten mit Sand, um sie gleichmäßig direkt ins Beet zu streuen.

Stockrosen ziehen Sie in Gefäßen oder im Anzuchtkasten vor. Im September pflanzen Sie sie an sonnig warme Plätze mit nährstoffreichem durchlässigem Boden.

Sommerblumen

Bei Ihren Sommerblumen sollten Sie ständig Verblühtes entfernen, wenn Sie keine Samen ernten wollen. Die Samenbildung kostet die Pflanze viel Kraft, die sie aber in neue Blüten steckt, wenn Sie Verblühtes entfernen.

Krankheiten und Schädlinge

Zeigt sich an Himbeersträuchern die Himbeerrutenkrankheit, werden befallene Triebe abgeschnitten und in der Biotonne entsorgt.

Achten Sie bei Buchsbaum auf einen Befall mit den Raupen des Buchsbaumzünslers und sammeln Sie sie regelmäßig ab.

Rosenblüten und Blätter von Obstbäumen und Sträuchern sind die Nahrung von Gartenlaubkäfern, darunter auch der Kleine Rosenkäfer. Ein Absammeln der Käfer genügt meist, sie richten weniger Schaden an als beispielsweise der Maikäfer, der zur gleichen Familie gehört. Die im Boden lebenden Larven, die an den Wurzeln fressen, können ein größeres Problem darstellen. Sie können mit HM-Nematoden aus dem Fachhandel wirkungsvoll bekämpft werden.

Ein anderer Schädling ist die Gespinstmotte. Laubgehölze können von den dazugehörigen Raupen völlig kahl gefressen werden. Sie sind meist bräunlich gefärbt und bis zu 2 cm groß. Die Gespinste sollten Sie entfernen und vernichten, bevor die Falter schlüpfen und ein neuer Kreislauf beginnt. Die Falter legen ihre Eier an den jungen Trieben ab, noch im Herbst schlüpft die nächste Generation Raupen.

Ein ähnliches Erscheinungsbild haben die Gespinste des Eichenprozessionsspinners. Er tritt ausschließlich an Eichen auf. Hier sollten Sie die Entfernung der Gespinste unbedingt einem Fachmann überlassen! Die Brennhaare der Raupen können schwere allergische Reaktionen verursachen!

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  • Ergänzender Tipp zum Buchsbaumzünsler

    Habe beste Erfahrungen mit Bazillus thuringensis-Präparat gemacht. Mit langem Spritzrohr möglichst tief ins Innere der Buchse spritzen und auch außen. Im Mai 3 mal im Abstand von 2 Wochen behandelt. Raupen sind vertrocknet und abgefallen. Seither schöner Austrieb und kein Befall mehr. Trotzdem wöchentlich Kontrolle.

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