Gartentipps für den April

Gartentipps für den April

Schnittarbeiten

Zum Zeitpunkt der Forsythienblüte schneiden Sie Ihre Rosen zurück. Häufeln Sie sie ab und geben Sie ihnen den ersten Dünger.

Wenn nötig, können frühblühende Sträucher wie Forsythien oder auch der Winterjasmin nach der Blüte ausgelichtet werden. Entfernen Sie dazu ganze Zweige und Äste statt mit der Heckenschere zu „rasieren“. So wird der Strauch luftiger, behält aber seine natürliche Wuchsform.

Kätzchenweiden sollten Sie nach der Blüte zurücknehmen. Alle 2 bis 3 Jahre können Sie sie kräftig einkürzen. Dann genügt es, wenn 3 bis 5 Augen stehenbleiben. An frischen Trieben bilden sich im nächsten Jahr besonders viele Blüten. Ansonsten bilden Sie eine halbrunde Kronenform aus, indem Sie einzelne Zweige nachschneiden. Lassen Sie dabei möglichst bestehende Vergabelungen stehen.

Von Spätfrost geschädigte Partien an Buchsbaum können Sie mit der Heckenschere bis ins gesunde Holz zurücknehmen. Die Pflanze schlägt dann schnell wieder aus. Bei anderen immergrünen Gehölzen wie z.B. dem Kirschlorbeer nehmen Sie die erfrorenen Triebe lieber einzeln zurück, um sich nicht um die Blüte im Mai zu bringen. Geschädigte Rosen, Sommerflieder oder remontierende Hortensien blühen in diesem Jahr trotzdem, wenn auch vielleicht etwas später. Bei klassischen Bauernhortensien entfällt die Blüte. Schneiden Sie geschädigte Teile einfach ab.

Um solche Schäden zu verhindern, decken Sie die einzelnen Gehölze mit einem Schutzvlies ab, wenn noch Frost zu erwarten ist.

 

Staudenpflege

Jetzt ist es Zeit, blühfaul gewordene Stauden zu teilen. Das gilt besonders für Sommer- und Herbstblüher, die jetzt gute Bedingungen vorfinden, um schnell wieder anzuwurzeln. Entnehmen Sie die komplette Staude und teilen Sie sie mit Spaten oder Messer in etwa faustgroße Stücke. Einpflanzen und gut wässern!

Ansonsten schneiden Sie Stauden jetzt,  falls noch nicht geschehen,  zurück. Auch immergrüne Bodendecker wie die Elfenblume können Sie, wenn sie über den Winter sehr unansehnlich geworden sind, runterschneiden. So kommen die demnächst erscheinenden Blüten auch besser zur Geltung.

Wollen Sie, dass Ihre Stauden sich besser verzweigen und schön buschig wachsen, können Sie einen kleinen Trick anwenden: Schneiden Sie nach dem ersten Austrieb die Triebspitzen aus („pinzieren“ oder „entspitzen“), das geht auch schnell mit dem Daumennagel. So wird die Staude zum Bilden von Seitentrieben angeregt.

Falls noch nicht geschehen, sollten Sie Ihre Pflanzen jetzt noch düngen.

Rasenpflege

Zur Forsythienblüte ist es meist Zeit für den ersten Rasenschnitt. Anschließend kümmern Sie sich bei Bedarf um Düngung, Vertikutieren und Nachsaat.

Das erste Mal gedüngt werden sollte möglichst 2 Wochen bevor vertikutiert wird. Dann haben die Gräser genug Nährstoffe zur Verfügung, um entstandene Lücken schnell zu überwachsen.

In der zweiten Monatshälfte ist der Boden schon so gut erwärmt, das Nachsaaten im Rasen schnell aufgehen. Lockern Sie die Stelle mit der Harke, arbeiten Sie etwas Kompost ein und halten Sie die ausgebrachten Samen durchgehend feucht.

Aussaat und Vermehrung

Einjährige Sommerblüher wie Sonnenblumen, Kapuzinerkresse, Zinnien oder Ringelblumen können Sie jetzt direkt ins Beet säen. Bereiten Sie den Boden vor, indem Sie ihn gründlich von Unkraut befreien und bei leichten oder besonders schweren Böden etwas Pflanzerde einarbeiten. So erreichen Sie eine Grundversorgung mit den wichtigsten Nährstoffen und eine lockere Bodenstruktur. Nun die Sommerblumen aussäen und leicht mit Erde bedecken, z.B. durch leichtes Einharken. Feines Saatgut mischen Sie mit Sand, so gelingt Ihnen eine gleichmäßige Aussaat und durch den hellen Sand lässt sich gut erkennen, wo das Saatgut hingefallen ist.

Leicht andrücken und vorsichtig angießen! In den folgenden Wochen darauf achten, dass die Keimlinge nicht austrocknen!

Ende des Monats können Sie Halbsträucher wie Lavendel, Rosmarin oder Salbei über Stecklinge vermehren. Dazu 8 bis 10 cm lange Triebe abschneiden, von der unteren Hälfte die Blätter abstreifen und die fertigen Stecklinge in Töpfe mit Anzuchterde stecken. Es gibt spezielles Bewurzelungspulver, in das man die Triebe vor dem Stecken tauchen kann, das erleichtert das Anwachsen. Anschließend die Töpfe anfeuchten, mit Folienbeuteln einhüllen und in den nächsten Wochen regelmäßig lüften und nicht austrocknen lassen.

Immergrüne Gehölze

Das Frühjahr ist der beste Zeitpunkt, um immergrüne Sträucher zu setzen. Sie haben dann das Jahr über Zeit gut einzuwurzeln und überstehen den Folgewinter besser.

Das gilt auch für die beliebten Rhododendren, bei denen sich jetzt auch schwächelnde Exemplare gut umpflanzen lassen. Heben Sie am neuen Standort ein Pflanzloch von doppelter Größe des Ballens aus und setzen Sie die Pflanze anschließend möglichst mit Rhododendronerde ein. Der Strauch sollte etwas höher stehen als vorher. Zwei Wochen später düngen Sie die Pflanze mit Rhodo-Dünger. Um den Wurzelbereich vor Austrocknung zu schützen empfiehlt sich eine Mulchschicht.

Obstbäume

Noch ist Pflanzzeit für Obstbäume! Wurzelnackte Pflanzen sollten vor dem Austrieb gepflanzt werden. Das Pflanzloch heben Sie mindestens eineinhalb mal so groß aus wie das Wurzelgeflecht groß ist. Vor dem Einpflanzen kürzen Sie die Wurzeln um ein Drittel ein, damit sich neue Faserwurzeln bilden. Lockern Sie die Sohle des Pflanzlochs auf und setzen Sie einen Pflanzpfahl gleich beim Pflanzen mit in das Loch, um später die Wurzeln nicht zu beschädigen. Er sollte in der Hauptwindrichtung stehen, bei uns also meist im Westen. Achten Sie darauf, dass die Veredelungsstelle mindestens 10 cm über dem Boden liegt. Meist ist an der Rinde gut zu erkennen, wie hoch der Baum in der Baumschule gestanden hat. Danach sollten Sie sich richten. Mit guter Erde den Baum gründlich einschlämmen, damit die Wurzeln Anschluss an den Boden erhalten. Um zu verhindern, dass das Gießwasser abfließt, bilden Sie einen Gießrand aus. Den Baum mit Kokosstrick anbinden.

Pflanzenschutz und Düngung

Denken Sie daran, ab jetzt bei all Ihren Pflanzen wieder auf Schädlings- und Pilzbefall zu achten. Im Fachhandel erhalten Sie zahlreiche Mittel gegen Schnecken, Mehltau, Raupen, Larven und Co. Achten Sie dabei immer darauf, bienenungefährliche Mittel zu nehmen. Gegen Bodenschädlinge hilft das Gießen von Nematoden. Sammeln Sie Schnecken regelmäßig ab, oder setzen Sie auf Schneckenzäune. Am besten achten Sie bei Neupflanzungen auf krankheitsresistente Sorten.

Achten Sie beim Düngen genau auf den Bedarf der jeweiligen Pflanze! Vor allem bei mineralischen Düngern, die wasserlöslich und somit schnell pflanzenverfügbar sind, besteht die Gefahr der Überdüngung! Dieser „Sofortdünger“ empfiehlt sich vor allem im Frühjahr, um den austreibenden Pflanzen schnell Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Auch Zwiebelpflanzen profitieren von der schnellen Düngergabe, da sie die Nährstoffe sofort in die Zwiebel einlagern können. Achten Sie aber genau auf die Mengenangaben auf der Packung. Überdüngte Pflanzen sind krankheitsanfälliger, reagieren im schlimmsten Fall mit „Verbrennungen“, weil die Mineralstoffe im Boden ihnen das Wasser regelrecht entziehen. Denken Sie also bei Trockenheit nach der Düngung an ausreichendes Wässern! Überschüssige Düngermengen können ins Grundwasser ausgewaschen werden.

Greifen Sie eher zu organischen Düngern (tierischen oder pflanzlichen Ursprungs) oder mineralischen Langzeitdüngern. Beide wirken über einen längeren Zeitraum, weil sie entweder von den Bodenorganismen langsam abgebaut werden oder die Nährstoffe über längere Zeit freisetzen.

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    Danke für die guten Anleitungen und Tipps,bei denen man immer wieder was lernen kann. Oder aber wieder daran erinnert wird,aber auch Ihre Lieferung ist immer wieder sehr schön

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